Version 25 – english
Lyrics
I strike the darkness, yet I only hit me
The blade is trembling, my shadow breaks free
The blade is trembling, my shadow breaks free
I fall and rise – again my duty to be
The hardest opponent – is me
A ninja wanders through the cold night air
He seeks the peace that could make him dare
His heart in doubt, the world aware
The fight begins in silent glare
The blade is rushing, but the target’s unclear
He feels the pressure, the inner sea near
His breath is burning, thoughts heavy with fear
The enemy approaches from inside here
He falls to the ground, and doubt starts to cry
But giving up stays distant, too far to try
In the inner storm, the clarity lies
A warrior grows in loneliness by
I strike the darkness, yet I only hit me
The blade is trembling, my shadow breaks free
I fall and rise – again my duty to be
The hardest opponent – is me
Geschichte hinter dem Lied
Die Geschichte hinter dem Ninja entstand nicht als Plot, sondern als inneres Bild. Ausgangspunkt war kein Kampf gegen einen Feind, sondern dieses seltsame Gefühl, alles richtig zu machen und sich trotzdem selbst im Weg zu stehen. Der Ninja war plötzlich da. Allein. Nachts. Nicht als Held, sondern als Suchender.
Am Anfang stand die Idee des Schlages ins Dunkle. Ein Angriff ohne klares Ziel. Bewegung aus Pflicht, nicht aus Klarheit. Daraus kam der erste Gedanke. Wenn er zuschlägt, trifft er niemanden ausser sich selbst. Das Dunkel ist nur Projektionsfläche. Der eigentliche Gegner steht innen. Deshalb zittert die Klinge. Nicht aus Angst vor dem Aussen, sondern wegen des inneren Widerstands. Der Schatten löst sich, weil er nicht länger verdrängt werden kann.
Der Ninja wandert durch die Nacht, weil Nacht der Zustand ist, nicht die Uhrzeit. Kälte, Stille, wacher Geist. Er sucht keinen Sieg, sondern Frieden. Frieden wäre der Moment, in dem er endlich wagt, stehen zu bleiben. Sein Herz zweifelt, nicht weil die Welt gefährlich ist, sondern weil sie zusieht. Der Kampf beginnt nicht mit einem Angriff, sondern mit einem Blick nach innen. Lautlos. Unausweichlich.
Je weiter der Text ging, desto klarer wurde das Motiv des Unklaren. Die Klinge ist schnell, aber das Ziel verschwimmt. Druck baut sich auf. Atmung brennt. Gedanken werden schwer. Angst taucht nicht als Gegner auf, sondern als Umgebung. Und dann der entscheidende Satz. Der Feind kommt von innen. Nicht metaphorisch, sondern konkret. Zweifel, Selbstanspruch, alte Muster.
Der Sturz auf den Boden war wichtig. Kein heroischer Fall, sondern Erschöpfung. Zweifel beginnt zu schreien. Aber Aufgeben fühlt sich falsch an. Nicht verboten, sondern unerreichbar. Zu weit weg. In diesem inneren Sturm liegt plötzlich Klarheit. Kein Frieden, sondern Richtung. Der Krieger wächst nicht durch Gesellschaft, sondern durch Alleinsein. Einsamkeit als Trainingsraum.
Der Refrain kehrt immer wieder zurück, weil sich dieser Kreislauf wiederholt. Zuschlagen. Erkennen. Fallen. Aufstehen. Pflicht nicht als Zwang, sondern als Identität. Am Ende bleibt eine nüchterne Erkenntnis. Der härteste Gegner ist kein Dämon, kein System, kein anderer Mensch. Es ist das eigene Spiegelbild im Dunkeln.
So wurde der Ninja weniger eine Figur und mehr ein Zustand. Eine Haltung. Eine ehrliche Beschreibung dessen, was passiert, wenn man aufhört, gegen aussen zu kämpfen und merkt, wo der eigentliche Kampf schon die ganze Zeit stattfindet.

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