đŸŽ” Spiele den OTT SONG đŸŽ”

Lyric

Ich rufe nach draußen.
Versuche angestrengt zu Lauschen.
Doch das Echo kommt nicht von dort,
sondern von einem nicht weit entfernten Ort.
Ich seh in den Himmel,
seh mich darin.
Schterne wie Zellen,
sind ferne Lichterwellen.
Ich schick Signale,
in Ton und in Licht,
doch jedes Mal,
antworte nur – ich.
Kontakt, Kontakt,
das All ist in mir.
Ich hör dich atmen,
doch du bist hier.
Kein Flug, kein Funk,
nur Frequenz im Blut.
Das Fremde bin ich,
und das tut gut.
Ich dachte, sie kommen
mit goldenen Schalen,
doch sie waren Gedanken,
in meinem Strahlen.
Sie flĂŒstern leise:
„Du hast’s erkannt –
du bist der Himmel,
nicht nur der Sand.“
Ich löse mich auf,
in Raum und Synergie,
gewinne den Wettlauf,
und werde zu purer Energie?
Kontakt, Kontakt,
das All ist in mir.
Ich bin der Ruf
und die Antwort ist hier.
Kein Flug, kein Funk,
nur Frequenz im Blut.
Ich bin das Fremde,
und fĂŒhl mich gut.

Geschichte hinter dem Song

Die Idee zu „Kontakt“ entstand nicht aus Science Fiction im klassischen Sinn, sondern aus einer einfachen, fast kindlichen Frage. Was, wenn wir beim Suchen nach etwas Fremdem stĂ€ndig in die falsche Richtung schauen.

Ausgangspunkt war dieses GefĂŒhl, nach außen zu rufen. In den Himmel, ins All, in etwas GrĂ¶ĂŸeres. Signale senden, zuhören, hoffen, dass da draußen endlich jemand antwortet. Dieses Bild kennt jeder. Teleskope, Radiosignale, goldene Schalen, große Erwartungen.

Und dann kam der Moment, der alles gedreht hat. Die Erkenntnis, dass das Echo nicht von dort kommt, wo man es erwartet. Nicht aus der Tiefe des Raums, sondern aus einem sehr nahen Ort. Aus einem selbst.

Plötzlich war der Himmel kein Ort mehr, sondern ein Spiegel. Sterne wurden zu Zellen, Galaxien zu inneren Lichtern, Frequenzen zu etwas, das nicht durch FunkgerÀte lÀuft, sondern durch Blut, Gedanken und Bewusstsein. Der vermeintliche Erstkontakt wurde zu einem inneren Kontakt.

Der Song spielt bewusst mit dieser EnttĂ€uschung und gleichzeitig mit der Befreiung. Sie kommen nicht. Oder vielleicht waren sie nie getrennt von uns. Das Fremde, das wir suchen, ist kein Wesen mit Raumschiff, sondern der Teil in uns, den wir oft ĂŒbersehen, weil er zu nah ist.

„Kontakt“ ist damit kein Lied ĂŒber Aliens, sondern ĂŒber IdentitĂ€t. Über das Loslassen der Idee, dass Antworten immer von außen kommen mĂŒssen. Über den Moment, in dem man merkt, dass man selbst Ruf und Antwort zugleich ist.

Und ja, ein bisschen schmunzeln gehört dazu. Weil die grĂ¶ĂŸte kosmische Pointe vielleicht ist, dass wir das ganze Universum bereisen wollten und am Ende feststellen, dass es die ganze Zeit schon da war. Innen.

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