Lyrics
Ich bin kein Traum. Ich bin nicht Schaum.
Und auch kein Baum. Man glaubt es kaum.
Ich bin dein eigener Raum. Ein Raum für Alles und Jeden.
Für Realität und Fantasie. Ich lass dich Schweben,
Fern von Angst und Melancholie.
Geh hinein und sperr mich ab.
Halt mich auf, für was du magst.
Besuch mich, wenn es klappt.
Ich gebe Antwort, wenn du fragst.
Ich bin kein Traum. Ich bin kein Schaum.
Und auch kein Baum. Man glaubt es kaum.
Ich bin dein eigener Raum.
Wenn alles fast verloren ist,
Komm zu mir, in meine Welt.
Ich zeig dir wer du wirklich bist,
Und halte fern was dir missfällt.
Den Schlüssel trage stets bei dir,
du kannst ihn nicht verlieren.
Denn er ist immer nur bei mir,
da gibt’s nichts zu kapieren.
Ich bin kein Traum. Ich bin kein Schaum.
Und auch kein Baum. Man glaubt es kaum.
Ich bin dein eigener Raum.
…bis gleich…
Die Entstehung des Raums
Der Raum entstand aus einem inneren Moment der Klarheit. Nicht aus Eskapismus, nicht aus Wunschdenken, sondern aus dem Bedürfnis, etwas Reales zu benennen, das viele spüren, aber kaum aussprechen können.
Die Zeile „Ich bin kein Traum“ war der Anfang. Ganz bewusst. Weil es nicht um Wegträumen geht. Nicht um Schaum, nicht um etwas Flüchtiges, nichts Gewachsenes von aussen wie ein Baum. Sondern um etwas Eigenes. Etwas, das bereits da ist.
Der Raum ist kein Ort im klassischen Sinn. Er ist ein innerer Zustand. Ein persönlicher Rückzugsort, der weder Flucht noch Illusion ist. Eher ein inneres Zimmer, das man betreten kann, wenn draussen alles laut wird. Wenn Angst, Melancholie oder Überforderung anfangen, das Steuer zu übernehmen.
Die Idee kam aus der Beobachtung, dass Menschen oft glauben, sie müssten etwas suchen. Einen Schlüssel, eine Technik, eine Erklärung. Dabei tragen sie den Zugang längst bei sich. Der Raum gehört niemand anderem. Er ist nicht abschliessbar für immer, aber man kann ihn schliessen, öffnen, besuchen. So wie man gerade kann.
„Geh hinein und sperr mich ab“ ist kein Widerspruch. Es ist Selbstbestimmung. Du entscheidest, wann du dich schützt und wann du dich öffnest. Der Raum urteilt nicht. Er hält alles aus. Realität und Fantasie dürfen nebeneinander existieren, ohne sich bekämpfen zu müssen.
Der Song ist wie ein leiser Begleiter. Kein Befehl, kein Ratgeber. Eher ein Angebot. Wenn alles fast verloren scheint, gibt es diesen Ort. Nicht ausserhalb, sondern in dir. Und er antwortet nicht mit fertigen Lösungen, sondern mit Ehrlichkeit.
Am Ende bleibt das Versprechen. Du kannst den Schlüssel nicht verlieren. Weil er kein Gegenstand ist. Er ist Bewusstsein. Und manchmal reicht ein Lied, um sich daran zu erinnern.
…bis gleich…

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